MONOMEDIALE LOESUNGSVERMITTLUNG MoNoMEDIATION

 

MONOMEDIATION ist ein Verfahren der Mediation mit nur 1 Person in nur 1 Termin, wenn eine Person eine andere nicht auf ein Problem ansprechen kann, oder die andere nicht die Gelegenheit hat, sich auf die Aussprache einzulassen.

 

Ist nur 1 von allen Personen, die beteiligt sind an dem gleichen Problem, verfuegbar oder bereit, sich diesem Problem anzunehmen, kann das Verfahren als EINFACH MONOMEDIALE LOESUNGSVERMITTLUNG die Situation fuer diese 1 Person verbessern.

 

Ist zwar jede der beteiligten Personen verfuegbar und auch bereit, sich dem Problem anzunehmen, nicht aber zusammen mit Anderen, kann das Verfahren als MEHRFACH MONOMEDIALE LOESUNGSVERMITTLUNG die Situation fuer jede einzelne dieser Personen verbessern.

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Verbessert die MONOMEDIATION fuer 1 Person deren Situation, kann das fuer Alle eine Verbesserung sein.

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MONOMEDIATION  fuer EINEN und ALLE

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wenn Mediation nicht mit allen beteiligten Personen zugleich und zusammen zu machen oder nicht angebracht ist.

 

wenn der Konflikt einer Person ein Problem dieser Person mit sich selber ist.

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MONOMEDIATION kann unmittelbar in persona wie auch mittelbar per Telefon durchgefuehrt werden. Die Option des Telefonats als Fern- oder mittelbares Gespraech ist dann von Vorteil, wenn die Beteiligten nicht zusammenkommen koennen oder sich nicht begegnen wollen. In solchen Faellen kann ein Telefonat fuer alle Beteiligten die Distanz kompensieren, und vielmehr zutraeglich sein als das Resultat ohne Telefonat.

 

MONOMEDIATION ist ein eigenstaendiges Verfahren, kann aber auch dazu verwendet werden, um eine Klassische Mediation vor- und/oder nach-zubereiten.

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MONOMEDIATION  fuer  UNTERNEHMEN  und  INSTITUTIONEN

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wenn das Problem noch nicht Konflikt, der Konflikt noch nicht eskaliert, oder die Eskalation schon so weit geraten ist, dass eine Mediation mit allen KonfliktParteien zugleich und zusammen nicht mehr zu machen ist.

 

wenn das Problem besser nur mit 1 KonfliktPartei als gar nicht geregelt wird.

 

wenn nur 1 KonfliktPartei verfuegbar ist oder bereit, sich dem Problem anzunehmen.

 

wenn es nur 1 KonfliktPartei gibt.

 

wenn eine Mediation in mehreren Terminen mit mehreren Personen zugleich auch bei langfristig nachhaltig positiver Perspektive kurzfristig nicht zu leisten ist.

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Ein Unternehmen oder eine Institution kann dazu jeden seiner Mitarbeiter fuer eine begrenzte Anzahl von Stunden pro Monat freistellen, so dass dieser innerhalb seiner ArbeitsZeit und an seiner ArbeitsStelle die Leistung der MONOMEDIATION beanspruchen kann.

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entweder der Mitarbeiter meldet dem Arbeitgeber Bedarf. Der Inhalt des Anliegens bleibt dann anonym.

 

oder der Arbeitgeber verweist den Mitarbeiter auf eventuellen Bedarf. Dem Mitarbeiter steht es dann frei, diesem Verweis Folge zu leisten.

 

oder der Arbeitgeber verpflichtet bei berechtigt begruendetem Bedarf den Mitarbeiter zu einem Termin. Der Mitarbeiter hat dieser Verpflichtung dann Folge zu leisten.

 

hat sich der Mitarbeiter fuer einen Mediator entschieden, wird von dem Arbeitgeber der Ort und die Zeit fuer einen Termin zur Verfuegung gestellt.

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Das Anliegen des Mitarbeiters muss nicht einer unternehmens- oder institutions-internen Thematik entsprechen. In wie weit das Anliegen eine interne oder eine private Thematik betrifft, ist zum einen nicht genau genug zu differenzieren, zum anderen ist von jeder privaten Thematik auch das ArbeitsVerhalten des Mitarbeiters betroffen. Ist der Mitarbeiter privat belastet, ist auch seine ArbeitsLeistung belastet. So ist die Regelung eines privaten Problems fuer das Unternehmen oder die Institution dann von Bedeutung, wenn der Mitarbeiter nach dem BAG Urteil vom 17.01.2008 2 AZR 752/06 das tun muss, was er soll, und zwar so gut, wie er kann. Wird sein Koennen durch diese Freistellung kurzfristig effektiv um die eine und andere Stunde vermindert, kann die Effizienz seines Koennens langfristig nachhaltig vermehrt werden, was die Vorstellung von seiner Freistellung wiederum relativiert.

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Das Verfahren der MONOMEDIATION unterscheidet sich von dem der SHUTTLEMEDIATION darin, dass der Mediator im Fall der MONOMEDIATION nicht die mit der einen KonfliktPartei erarbeiteten Resultate an die jeweils andere KonfliktPartei uebermittelt, sondern einer oder jeder  einzelnen KonfliktPartei die Fertigkeiten vermittelt, mit denen es dieser schliesslich gelingt, sich entweder mit der anderen KonfliktPartei auseinander zu setzen, oder die Auseinandersetzung als nicht mehr notwendig zu erkennen, oder den Konflikt fuer sich selber zu regulieren.

 

Auch anders als im Fall der SHUTTLEMEDIATION, in der die KonfliktParteien getrennt voneinander, aber doch alle gleichermassen aktiv, wenn auch nur indirekt, durch die Uebermittlung von Seiten des Mediators miteinander verbunden sind, sind im Fall der MONOMEDIATION die Parteien nicht gleichermassen durch den Mediator miteinander verbunden. Sie regulieren denselben Konflikt weitgehend ohne miteinander in Verbindung zu treten und ohne die Kenntnis der Resultate von anderer Seite. Kann auch nur eine von allen KonfliktParteien ihren Anteil an dem Konflikt fuer sich selbst regulieren, wird das fuer alle Beteiligten von Vorteil sein, weil sich weniger von dem destruktiven Potential des Konflikts konkretisiert. Die KonfliktParteien teilen im Fall der MONOMEDIATION nicht den Prozess, doch teilen sie die Resultate in dem resultierenden Umgang miteinander und mit der Sache, um die es ihnen eigentlich geht.

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